Gesetzliche Erbfolge


Die gesetzliche Erbfolge ist im BGB geregelt. Dort wird nach Ordnungen unterschieden.

 

  • Erben der 1. Ordnung sind: 
     Kinder, Enkel, Urenkel usw.

 

 

  • Erben der 2. Ordnung sind: 
     Eltern, Geschwister, Neffen usw

 

 

  • Erben der 3. Ordnung sind: 
     Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins, Cousinen

 

Erben der 1. Ordnung schließen Erben der 2. Ordnung aus. Erben der 2. Ordnung schließen Erben der 3. Ordnung aus.


Der Ehegatte erbt neben Verwandten der 1. Ordnung ¼, neben Verwandten der 2. Ordnung oder neben Großeltern zu ½.

 

Leben die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (kein Ehevertrag), erhöht sich die Quote des überbleibenden Ehegatten um ¼. 

 

 

 

 

Testamentarische Erbfolge

 

 

 

 

Mit einem Testament hat jeder Bürger die Chance, für klare Verhältnisse hinsichtlich seines Vermögens nach seinem Ableben zu sorgen. Auch für die Nachkommen bedeutet das Vorhandensein eines Testamentes in aller Regel einen Vorteil, da das Testament Rechtssicherheit gibt. 

 

 

 

Testament


Der Erblasser kann das Testament entweder eigenhändig oder als notarielles Testament verfassen.

Ein eigenhändiges Testament muss vollständig handschriftlich geschrieben sein und mit Datum, Ortsangabe und vollem Namenszug versehen werden.


Das notarielle Testament wird von einem Notar beurkundet und kann auch von diesem geschrieben werden. Der Erblasser setzt dann am Ende des Testamentes seine Unterschrift darunter. Der Notar bescheinigt mit seiner Unterschrift, dass das notarielle Testament vorgelesen, genehmigt und von dem Erblasser eigenhändig unterschrieben wurde.


Das eigenhändige Testament ist preisgünstiger, allerdings sollte man sich unbedingt vorher von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Das Testament kann beim Nachlassgericht hinterlegt werden. Hierfür fallen Gebühren des Nachlassgerichtes an. Der Notar hinterlegt das Testament immer gleich beim Nachlassgericht.


 

Inhaltlich ist der Verfasser eines Testamentes absolut frei, allerdings gibt es Pflichtteile für Kinder u. Ehepartner. 

 

 

 

 

Erbschaft Und Schenkung
 

 

Frühes Schenken kann zu Steuerersparnissen führen. Der Steuersatz und die Freibeträge der Schenkungssteuer entsprechen der Erbschaftssteuer und können alle zehn Jahre ausgenützt werden. Der Wertzuwachs des geschenkten Vermögens wird von der Erbschaftssteuer nicht mehr erfasst.